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Tagesmutter werden Teil 2

Qualifikation der Tagesmutter und Pflegeerlaubnis vom Jugendamt

Die Kindertagespflege ist eine selbständige Tätigkeit und eine Tagesmutter, die bei sich zu Hause eine dauerhafte Kinderbetreuung (länger als drei Monate, mehr als 15 Stunden wöchentlich) gegen Entgelt anstrebt, braucht eine offizielle Zulassung vom Jugendamt – eine Pflegeerlaubnis. Im Rahmen dieser Pflegerlaubnis vom Jugendamt (nach Paragraph 43, 8. Sozialgesetzbuch – Kinder- und Jugendhilfegesetz) wird auch die Anzahl der von der Tagesmutter zu betreuenden Kinder festgelegt. Bei ausreichender persönlicher, gesundheitlicher und fachlicher Eignung der Tagesmutter können ein bis fünf Tageskinder betreut werden.

Um die Pflegeerlaubnis vom Jugendamt zu erhalten, sind wiederum ein ärztliches Attest der Tagesmutter, polizeiliche Führungszeugnisse aller volljährigen im Haushalt der Tagesmutter lebenden Personen sowie oft auch eine Schufa-Auskunft notwendig. Seit 2006 sind außerdem Nachweise vorgeschrieben, dass Kindertagespflegepersonen eine pädagogische Qualifizierung besitzenund einen Erste-Hilfe-Kurs am Kind absolviert haben müssen.

Die gesetzlichen Vorgaben für eine Tagesmutter unterscheiden sich jedoch sehr stark je nach dem Bundesland, in dem die Tagesmutter tätig sein möchte. In einigen Städten oder Regionen werden von einer Tagesmutter nur 16, in anderen wiederum bis zu 160 Unterrichtsstunden und jährliche Fortbildungen verlangt.


Aus- und Weiterbildung für Tagesmütter?

Durch Erfahrung, Fortbildungskurse und Gespräche unter ‚Kolleginnen‘ kann die Tagesmutter ihre Qualifikation erhöhen. Bisher gibt es keine Ausbildung zur Tagesmutter – einige Bundesländer haben aber bereits Fortschritte in dieser Richtung gemacht. Bis dahin kann und sollte sich eine Tagesmutter im Interesse der Tageskinder und ihrem eigenen Interesse jedoch auf jeden Fall an die Richtlinien halten, die vom Jugendamt und dem Tagesmütter-Bundesverband vorgegeben sind. Und als angehende Tagesmutter kann man in vielen Jugendämtern, an einigen Volkshochschulen und in Tagesmütterverbänden oft an Seminaren, Vorträgen und Fortbildungen teilnehmen.

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